Informationen für Hinweisgeber

Sie möchten uns als Hinweisgeber Fehlverhalten in einem Unternehmen oder in einer Organisation melden, die wir als Ombudsmann und Vertrauensanwalt vertreten?

Ein Ombudsmann (schwedisch: „Vermittler“) ist ein Ansprechpartner in Unternehmen und Organisationen, an den sich Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftspartner wenden können, um auf strafbares Verhalten hinzuweisen. In Vereinen steht er insbesondere den Mitgliedern des Vereins oder Verbands als Ansprechpartner zur Verfügung.

Er ist ein neutraler Vermittler zwischen dem Unternehmen oder der Organisation und einem Hinweisgeber, der diese Hinweise anonym und vertraulich geben kann, ohne deshalb Repressalien im Unternehmen befürchten zu müssen.

Mögliche Straftaten in Unternehmen (Wirtschaftskriminalität) sind u.a.

  • Korruption
  • Betrug sowie Untreue
  • Geldwäsche
  • wettbewerbsbeschränkende Absprachen

Darüber hinaus zählt auch der Verdacht auf sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz sowie im Verein zu dem Fehlverhalten, auf die ein Hinweis gegeben werden kann.

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“
Molière

Hinweisgeber: Beratung, Vertraulichkeit und Anonymität

Hinweisgeber können Mitarbeiter des Unternehmens sowie Mitglieder eines Vereins, aber auch Außenstehende sein, die etwa als Kunde oder Geschäftspartner Kenntnis über strafbares Verhalten oder schwerwiegendes Fehlverhalten erlangt haben.

Als Hinweisgeber können Sie sich darauf verlassen, dass Ihre Hinweise vertraulich und anonym entgegengenommen werden. Aber selbst wenn wir Ihre Identität kennen sollten, unterliegen wir der anwaltlichen Verschwiegenheit, die uns dazu zwingt, darüber Stillschweigen zu bewahren. Selbst gegenüber Strafverfolgungsbehörden, z.B. der Polizei oder Staatsanwaltschaft haben wir ein Zeugnisverweigerungsrecht.

Dadurch sollen Hinweisgeber möglichst umfassend geschützt werden: Vor eigener Strafverfolgung, vor Anfeindungen durch Kollegen sowie vor Kündigungen durch den Arbeitgeber. Wir beraten Sie als Rechtsanwalt unabhängig und vertraulich!

Fragen und Antworten
Sie haben Fragen und suchen nach Antworten?

FAQ

Ein vollständig anonymer Hinweis an einen „toten Briefkasten“ ist demgegenüber die schlechtere Alternative. Der persönliche Kontakt mit dem Hinweisgeber eröffnet uns die Möglichkeit, Rückfragen stellen zu können, um den Sachverhalt umfassend aufklären zu können. Darüber hinaus können wir Ihnen Informationen über den Fortgang des Verfahrens und mögliche Konsequenzen im Unternehmen geben.

Wir sind der neutrale Vermittler dieser Informationen – der Mittelsmann.

Hinweisgeber, Mittelsmann, Hinweis, Information, Korruption, Untreue, Diebstahl, Betrug, Kasse, schwarze Kassen, Whistleblower, Straftaten aufdecken, Unternehmen, Konzern

Persönlicher Kontakt heißt, Sie können uns anrufen, eine E-Mail schreiben oder unser Hinweisgebersystem nutzen. Sie bleiben völlig anonym oder nutzen ein Pseudonym. Wir sollten jedoch in Kontakt bleiben können. Über eine anonyme E-Mail Adresse, ein Prepaid-Mobiltelefon, eine Messenger-App oder zu vereinbarten Anrufzeiten. Dies ist deshalb so wichtig, damit wir Ihnen Rückfragen stellen können, um den Sachverhalt vollständig aufzuklären.

Alle Kontaktmöglichkeiten zu uns finden Sie in unserem Hinweisgeberportal.

Wie geht es nach dem ersten Kontakt weiter?

In einem ersten Schritt überprüfen wir den Hinweis auf Plausibilität und Relevanz:

  • Ist der Hinweis logisch nachvollziehbar?
  • Kann sich das Geschehen so ereignet haben?
  • Ist der Hinweis glaubhaft?
  • Handelt es sich um strafbares oder sonstiges Fehlverhalten?

Diese Fragen vorab zu klären ist wichtig, um falsche Hinweise (z.B. aus Rache oder Missgunst) von vornherein ausscheiden zu können. Bitte verstehen Sie dies nicht als Misstrauen Ihnen gegenüber! Wenn wir dem Hinweis nachgehen, möchten wir sicher sein, am Ende nicht in einer Sackgasse zu landen. Wir prüfen jeden Hinweis ernsthaft und sehr gründlich, müssen aber sicher sein, dass es sich um ein tatsächliches Fehlverhalten in einem von uns betreuten Unternehmen handelt.

Danach werden wir Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen und den Hinweis dorthin weitermelden, um diesen aktenkundig zu machen. In diesem Schritt wird der Hinweis erneut gründlich überprüft und das weitere Vorgehen erörtert:

  • Welche ergänzenden Informationen sind notwendig?
  • Um welche Zeiträume handelt es sich?
  • Welches ist die betroffene Abteilung?
  • Um welche Mitarbeiter handelt es sich?
  • Gibt es schriftliche Unterlagen oder Beweismittel?

Um die ergänzenden Fragen mit Ihnen als Hinweisgeber zu besprechen, werden wir den Kontakt halten. Dies kann telefonisch oder persönlich erfolgen. Wir bieten Ihnen gern unsere Beratung an und dies geht in einem persönlichen Gespräch besser.

Sie können sicher sein, dass Ihre Identität dennoch geschützt bleibt. Dies sichert die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht sowie vertragliche Regelungen mit dem Unternehmen. Wir als Rechtsanwälte würden uns im Übrigen nach § 203 Abs. 1 Nr. 3 StGB strafbar machen, wenn wir anvertraute Informationen preisgeben würden.

Wer trägt die Kosten, wenn ich einen Hinweis gebe?

Sämtliche Kosten trägt das Unternehmen, auf das sich Ihr Hinweis bezieht. Wer aus Rache oder in Schädigungsabsicht jedoch wissentlich falsche Informationen an den Vertrauensanwalt meldet und dadurch einen Schaden verursacht, kann dafür haftbar gemacht werden. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Informationen richtig sind, haben Sie hingegen nichts zu befürchten. Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf, wir erörtern dann gemeinsam das richtige Vorgehen.

Sie wollen uns einen Hinweis geben?
In unserem Hinweisgeber-Portal erhalten Sie verschiedene Möglichkeiten, mit uns in Kontakt zu treten.

Hinweisgeberportal

Bitte beachten Sie, dass wir nur Hinweise zu Unternehmen oder Organisationen entgegennehmen können, die wir als Vertrauensanwalt vertreten. Hinweise über andere Unternehmen oder Organisationen können wir weder weiterleiten noch bearbeiten.